Eugen Zimmer - z-dezign
{ }

Neues Nutzererlebnis mit WordPress Version 5.0

Kategorie(n): Blog & Aktuelles, Webdesign

Unter der Projektbezeichnung „Gutenberg“ werden Nutzer mit der kommenden Version von WordPress mit einer vollkommen neu definierten Anwendungsoberfläche konfrontiert. Es ändert sich nicht nur die Art und Weise, wie Inhalte in WordPress erfasst werden, sondern auch die Kompatibilität mit Plugins und Themes wird einer harten Probe unterzogen. Derzeit wird der neue WordPress-Editor als „Feature-Plugin“ entwickelt. Die Entwicklung schreitet sehr schnell voran.

WordPress-Mitgründer Matt Mullenweg hat in seiner Ansprache auf dem WordCamp US 2016 die ersten Andeutungen gemacht, den in die Jahre gekommenen WYSIWYG-Editor TinyMCE durch einen neuen Editor zu ersetzen. In der „State of the Word“ 2017 kündigt Mullenweg an, dass der neue Editor mit dem nächsten Release von WordPress ausgeliefert wird. WordPress 5.0 wird somit auch erst veröffentlicht, wenn das „Feature-Plugin“ ausreichend getestet wurde. Erst dann erfolgt der Transfer in den Core von WordPress. Nach Aussage von Projektleiter Mullenweg soll das erste Alpha-Release ab April 2018 erscheinen.

Der Druck scheint hoch zu sein, um konkurrenzfähig zu bleiben in Zeiten von Wix, Squarespace, Medium und diversen Pagebuildern. Die Zielgruppe für den Wandel sind WordPress-Einsteiger, die eine einfach zu bedienende Anwendungsoberfläche vorfinden sollen.

WordPress-Frontend-Editor-Gutenberg

Der Fokus von Gutenberg liegt auf einem vollkommen neu definierten Interface zum Erfassen und Editieren. Es soll möglich sein, Inhalte auch ohne externe Plugins modern zu gestalten. Die Inhalte und Designelemente werden in Blöcken strukturiert. Somit ist es möglich, Inhalte eines Beitrags oder einer Seite wie Bausteine zusammenzusetzen.

Was bedeutet das für bestehende WordPress-Websites?
Es gibt zwei Möglichkeiten, mit dem neuen WordPress-Editor in Bestandsprojekten umzugehen:

1. Vor dem Update auf WordPress 5.0 das Plugin „Classic Editor“ installieren. Dies stellt den klassischen Bearbeitungsmodus des bisherigen Editors wieder her.
2. Alle eingesetzten Plugins und Themes vorab auf Kompatibilität mit dem Gutenberg-Editor prüfen.

Wie bei jedem Update auf eine neue Version ist es unerlässlich, ein vollständiges Backup zu erstellen.

Wie kann eine Kompatibilität mit Gutenberg erreicht werden?
Standardmäßig stellen Blöcke ihre Stile zur Verfügung, um eine grundlegende Unterstützung für Blöcke in Themes ohne jegliche Änderung zu ermöglichen. Themes können diese Stile hinzufügen oder überschreiben, oder sie können überhaupt keine Stile anbieten und sich voll und ganz auf das verlassen, was das Theme bietet.

Einige fortgeschrittene Blockfunktionen erfordern Opt-in-Unterstützung im Theme selbst, da es für den Block schwierig ist, diese Stile bereitzustellen. Das lässt sich mit dem Hinzufügen der Funktion add_theme_support in der Datei functions.php des lösen.

Beispiel:

function mytheme_setup_theme_supported_features() {
    add_theme_support( 'editor-color-palette',
        '#a156b4',
        '#d0a5db',
        '#eee',
        '#444'
    );
}
add_action( 'after_setup_theme', 'mytheme_setup_theme_supported_features' );

In diesem Beispiel wird in der Funktionsdatei des Themes die Unterstützung für die Farbpalette im Editor eingerichtet. Des Weiteren werden eigene Farben definiert, die dann im Editor zur Verfügung stehen.

Weitere Definitionen für die Opt-in-Unterstützung sind im Handbuch zu finden.

Es wird aktiv am Feature-Plugin gearbeitet. Täglich kommen neue Funktionen und Verbesserungen dazu. Die verantwortlichen Entwickler veröffentlichen regelmäßig im Projekt-Blog über den gegenwärtigen Stand des Feature-Plugin. Das Projekt-Team wünscht sich aktive Mithilfe und vor allem umfangreiche Tests.

Quelle:
t3n.de

Interessante Links:
Aktuelle Beta-Version
Was du über den WordPress Gutenberg Editor wissen solltest – von elmastudio
Sehr umfangreicher Gutenberg Guide von Colin